Es ist ein bleibendes reges Treiben in Beijing, und es gibt keinen Moment Ruhe. Ich sorge für viel administrative Tätigkeiten, die auch mal passieren müssen, und bleibe deshalb tagsüber in der Wohnung. Draussen ist es sowieso viel zu kalt, und in meiner neu entdeckten WiFi-Ecke lässt es sich direkt am Heizkörper eigentlich ganz gut sitzen. Das Frühstück/Mittagessen sind heute Brotkreationen, wobei sich herausstellt, dass die voriges Mal als Sesampaste identifizierte lila Schmiere wohl alte Marmelade gewesen sein muss, denn diese dänischen Pastries haben eine Art Erdbeermarmelade innendrin. Der leckere Beijing 2008 Joghurt, den ich mir gestern in heisser Vorfreude gekauft habe, ist über Datum.
Ich gehe zum U.B.C. Coffee, um abendzuessen und währenddessen allerlei Kontakte warm zu halten in den Niederlanden über skype chat und MSN. Ich werde prompt einzeln in einen kleinen Nebenraum deponiert, was mir derart stinkt, dass ich nach kurzer Zeit den Platz wechsele um nicht als abgesondertes Tier mein Essen zu mir nehmen zu müssen. Die konstanten Blicke und das Gelache seitens der Bedienung hindern mich aber nicht daran, fröhlich und geschickt mit den Chopsticks das Essen hereinzuschaufeln, und hin- und wieder eine message zu beantworten. Ich rufe mich bei allerlei Leuten in die Erinnerung, und bestelle noch eine Mango Milk Ice Nachspeise, die sich als äußerst merkwürdig herausstellt, aber einigermassen gut schmeckt. Ich bitte um die Rechnung, und die Bedienung spricht derart undeutlich, dass ich mal wieder erst auf dem Heimweg begreife, dass sie in der Tat den gewünschten Betrag genannt hat. Die Quitting wird mir nicht angeboten, und ich nehme mir vor, in Zukunft böse zu werden und reines Mandarin zu sprechen.
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