Montag, 14. Januar 2008

14. Januar 2008

Ein bisschen Ausschlafen kompensiert die lange Nacht, und in aller Ruhe mache ich mich auf, um eine meiner Studentinnen zu treffen. Wir sind beide durch den fürchterlichen Beijing traffic zu spät, und beim Kaffee gebe ich ihr ein paar CDs meiner Aufnahmen, da sie in einem Blasorchester spielt und ausserdem mal was lernen soll. Sie scheint sich zwar zu freuen, schaut aber ein wenig verwirrt auf die CDs und die Titel. Danach zeigt sie mir ihren “Gym”, der sich im “The Place” Einkaufszentrum befindet, vor dem ein riesiger, ewig langer Megafernsehschirm steht, der gleichzeitig einen überdachten Durchgang formt. Ich lerne, dass es nur 2 dieser grossen Bauwerke auf der Welt gibt. Im ‘California Fitness’ bekomme ich eine Führung, muss einen Kreislauftest machen und kriege allerlei Angebote, um möglichst schnell Mitglied zu werden. Ich zeige mich wenig beeindruckt, mir gefällt aber die Idee, dass man in Hong Kong und Singapore auch in ihre Gyms gehen kann. Da ich nicht heute zahlen will, wird schnell die Managerin geholt, die sofort Eintrittsgeld und Administrationskosten abzieht, mir 2 Monate extra anbietet und eine Premiumcard. Meiner Studentin wird auch gleich ein extra Monat gegeben, und das alles nur, “because you looka good”. Ein wenig geschmeichelt überlege ich mir das ganze und gehe Geld abheben. Ab jetzt fangen bewegungsreichere Zeiten an!

Eine Umfahrt über Wangfujing und Xidan ergeben neue Sportkleidung und einen harten Pfannkuchen mit Gemüse, um den Hunger zu stillen. Der Nachhauseweg ist lange und eisige 12 Grad minus erstarren den Körper. Ich gehe in die Wohnung und verlasse sie nicht mehr.

Keine Kommentare: