Montag, 7. Januar 2008
7. Januar 2008
Es ist arg früh und die Nacht war kurz, eine gute Ausgangssituation für einen anstrengenden Reisetag also. Terence ist natürlich noch nicht wach, sein Vornehmen war auch einigermassen kühn um ehrlich zu sein. Das Taxi lässt sich Zeit, die Unruhe war jedoch umsonst da der Ferry Pier von Macau höchstens 10 Minuten vom Hotel entfernt liegt. Dort angekommen muss erst eingecheckt werden und dann wird nach allerlei Kontrollschritten gewartet. Das Trimaranschiff düst ab und legt nach 45 Minuten an einem Spezialterminal des Flughafens Hong Kong an. Schon dort wird für den Flug eingecheckt und das Gepäck abgegeben. Die Freundlichkeit hat heute frei aber das bin ich schon gewöhnt. Mit einem Bus werden wir zum Hauptgebäude verfrachtet und nach Kaffee und e-mails in eine Boeing 757 geführt. Die China Southern Airlines macht ihren Job ganz ordentlich, doch bei der Landung scheint der Pilot sich während des Aufsetzens spontan umentschieden zu haben, in welche Himmelsrichtung wir uns weiterbewegen sollen, denn das plötzliche Ausscheren nach links kann nicht geplant gewesen sein. Zum Glück fängt sich das Gefährt wieder und rollen wir geradeaus in Richtung Gate. Das lange Herumkontrollieren und Immigrieren endet in der Ankunftshalle, wo kein Sung Lulu auf mich wartet. Terence ist telefonisch nicht zu erreichen und Cao Meng hat gerade keine Zeit. Sun Yue jedoch antwortet, versteht aber mal wieder gar nichts und mit ein wenig Geschick vermeide ich ungewollte Aktionen. Ich beschliesse, nachdem ich eine halbe Stunde erfolglos gewartet habe, ein Taxi zu nehmen, mache aber den Fehler, mit einem inoffiziellen Hoteltaxi mitzufahren. Mein knallhartes Herunterhandeln wird während der Fahrt wieder zunichte gemacht durch den Fahrer, der schlussendlich doch annähernd das bekommt, was er anfangs wollte. Die Wächter des Gebäudekomplexes rennen vor mir her, um Türen zu öffnen und mit einem meiner Gepäcksstücke in der Hand mir den Weg zu zeigen. Während meines “Danke” ist der Bursche schon wieder verschwunden, aber ich bin zum Glück drinnen. Sun Yue bringt noch die security card und somit bin ich wieder vorbereitet für alle Abenteuer in Beijing. Ich verschicke einige sms und kaufe erst einmal ein paar Notwendigkeiten ein. Ein kurzer abendlicher Spaziergang bei Hou Hai rundet den Tag ab.
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