Dienstag, 20. November 2007

Dienstag, 20. November 2007

Ein wahres Schlachtfeld erstreckt sich über die Böden der Wohnung, die kleinen schwarzen Pastikschachteln haben satte Arbeit geleistet. Also müssen die Leichnahme erst einmal aufgewischt werden, was doch mehr Arbeit ist, als erst angenommen. Ich schreibe Sun eine sms in der Hoffnung, er könne etwas organisieren bezüglich ADSL und der fürchterlichen Matratze, in der ich nächtlich versinke. Er will später vorbeikommen, und nachdem ich in der Internetbar unter den grinsenden Blicken der Kassiererinnen meine e-mails gechecked habe, schauen Sun und ein anderer Student in der Wohnung vorbei. Der Wohnungsagent weigert sich, eine andere Matratze bereitzustellen (was klar war) und das ADSL muss noch installiert werden. Suns Englisch ist heute nicht auf dem höchsten Stand, und so gibt es einige Verwirrung bis er und der sich als Bassist offenbarende Mitstudent zu einer Probe verschwinden. Auf jeden Fall werden wir uns morgen um 8 Uhr treffen, um zum Studio zu fahren. Ich überlege mir, was nun zu tun, und beschliesse wieder nach Wangfujing zu gehen, aber dieses Mal alleine – quasi als Test.
Alles klappt, anscheinend sind die ersten Wirkungen des culture shock am Abklingen. In Wangfujing werde ich angesprochen durch zwei Chinesinnen. Ich spiele das Spielchen mit, und so werden, angefangen durch “where are you from?” und “you’re so tall!” allerlei Oberflächlichkeiten ausgetauscht, sowie Tee getrunken und Schokolade verschlungen.
Zurück in Haidian erst noch Wasser und ein Notizbuch für die morgigen Unterrichtsstunden gekauft, danach zum kleinen Szechuanrestaurant. Das Essen war wiederum gut und viel zu viel – auch für 2 Personen! – und beim Bezahlen fiel mein Nichtverstehen auf, da ich einen Fünfziger gab, worauf auf den Zwanziger gezeigt wurde und 1 Yuan Wechselgeld retourniert wurde. Zufrieden und mit vollem Magen laufe ich zur Wohnung, in der eine erstaunlich geringe Zahl Roaches herumkroch. Ich hoffe bloss, dies ist nicht die Stille vor dem Sturm.

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