Mittwoch, 28. November 2007

Mittwoch, 28. November 2007

Pünktlich um 7:00 klingelt der Wecker, und bevor ich mich versehe fahren Sun, der Bassist und ich schon wieder zum Studio, denn mittwochs wird Unterricht gegeben. Es gibt keine Parkplatzvorfälle mehr, denn zum Glück habe alle Studenten verstanden, dass sie nicht mehr auf dem Gelände parken sollen. Der Unterricht verläuft gut, denn ich bin vorbereitet und erfreue die Gruppen mit dem Hören eigener Aufnahmen, jedoch das Analysieren dieser fällt ihnen etwas schwerer. Die Gruppen sind wohl zufrieden, und ich bin es auch. Sun meint, “today is much better than last time”.

Ein Freund von Cao Meng zeigt mir sein Erhu und ich lerne einiges über dieses chinesische Streichinstrument. Danach hören wir uns eine Aufnahme von Jared Sacks an, die er in Beijing gemacht hat, und finden alle inklusive Frau Yang, dass es nicht so gut klingt. Wir beenden das ganze und ich nehme ein Taxi nach Wangfujing, denn ich will im starbucks mit dem Laptop internetten. Dies gelingt erstaunlicherweise, und danach zische ich heimwärts. Inzwischen habe ich mit Timmy abgesprochen, den Abend mit Bier zu verbringen, und wir treffen uns an der Universität, West entrance. Erst zeigt er mir jedoch seine Wohnung, wo er mit seinen Eltern wohnt. Im riesigen Appartement hat er für sich ein Aufnahmestudio gebaut, und während wir uns dieses anschauen springt sein Hund mich erfreut und leckend an. Wir verlassen sein Haus und fahren nach Hou Hai, um dort etwas zu essen und danach Bier zu trinken. Nach einer Runde um den kleinen See, der zum eigentlichen führt, werden wir noch immer durch allerlei Werbeleute begleitet, die pflichtbeflissen “ladybar! ladybar!”, sowie “cheppy aua! cheppy aua! Tu drink wan foa frie!” rufen. Wir möchten nicht in die Ladybar und suchen uns eine ruhigere Bar aus, in der ein Pianist mit Baseballmütze aus dem Stehgreif heraus die unmöglichsten Akkordverbindungen daherzaubert. Der Name des Etablissements ist “Purple”, und ähnelt dem Namensvetter aus Leeuwarden sogar ein wenig. Wir unterhalten uns, nachdem ich für uns beide ein Erdinger Dunkel bestellt habe, und als dieses heruntergespült ist möchte Timmy eigentlich schon schlapp machen, aber ich überrede ihn zu einem weiteren Bier, diesmal jedoch nur ein Carlsberg. Nachdem er dieses und ich mein drittes getrunken habe, und wir nach Abschied des Pianistin noch einmal hinter dem verstimmten Flügel Platz genommen haben, gehen wir nach Hause.

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