Freitag, 30. November 2007

Freitag, 30 November 2007

Liu Yi schreibt eine sms, dass die Komponisten des Stückes, das wir vor ein paar Tagen aufgenommen haben, sehr zufrieden ist. Alle wollen sich bei mir bedanken. Es folgt eine Einladung, denn Lius Teacher Qin möchte sich persönlich bei mir bedanken und mit mir über recording und mixing reden. Leider ist das zeitlich nicht so geschickt, und ich biete ein anderes Mal an. Mittagessen ist heute Brot bzw. etwas was diesem ähnlich sieht, denn das chinesische Essen gestern war nicht so gut bekommen und die Bedienung zum ersten Mal sehr unfreundlich.

Cao Meng kommt vorbei, um mit mir die Studios der People Education Press anzuschauen, wo er und einer seiner Freunde in der Abteilung Audio & Viual arbeiten. Wir nehmen ein Taxi, jedoch beichtet uns der Taxifahrer nach 100m fahren, dass er unfassbar nötig aufs Klo muss, deswegen wechselnd wir das Transportmittel. Der nächste Fahrer war woll schon gewesen, und so kommen wir gut an. Die Studios stehen voll mit überteuerten Geräten, wie z.B. ein digitales Mischsystem mit Marktwert von ein paar hunderttausend Euro, welches für einfache Instrumentalaufnahmen verwendet wird. Daneben finden sich mehrere Musik- und Videonachbearbeitungsstudios, sowie ein komplett mit Greenscreen ausgestattetes Videostudio. Der deutlich equipmentgeile Freund Caos liest mir mit Freude alle Typennamen der Geräte vor, an denen wir vorbeilaufen, und die mir schon längst bekannt sind. Die englischen Personalpronomen werden nicht immer korrekt eingesetzt, und so sind Dialoge wie “He is famous movie-star. And he is a woman!” keine Seltenheit.

Nach all dem technischen Geblabel ist es Zeit, essen zu gehen. Ich werde durch eine wohl “famous” Strasse geführt, in der sich viele gute Restaurants befinden sollen. Wir steigen ab in den Keller eines Gebäudes und setzen uns nieder an den Tisch eines Restaurants, wessen Küche wiederum aus einer Provinz Chinas ist von der ich noch nie gehört habe, und wessen Name inzwischen auch wieder vergessen ist. Das Essen jedoch ist äußerst gut, und ich freue mich über die Wahl des Freundes von Cao, denn alle Gerichte reizen neue Geschmacksrezeptoren meines Gaumens. Im Gegensatz zu den Pig-ears und Schweineeileitern sind diese Gerichte jedoch vorzüglich. Ich schlage vor, dass wir nächstes mal wieder essen gehen, aber dann muss Cao seine Freundin mitnehmen, und sein Freund Tang Wei (eine ihn sehr ansprechende Schauspielerin) während ich mich mit Zhiyi Zang zufrieden geben werde. Ich erreiche Zustimmung, und da sich herausstellt, dass Caos Freund eine koreanische Schauspielern noch besser gefällt, tausche ich Zhiyi gegen Tang ein, und so ist jeder zufrieden. Wir beenden das ganze und nachdem der erst Taxifahrer nicht weiss, wo die Zeng Guang Lu ist – und ich ihn ja auch nicht führen kann – wird auf ein anderes Taxi ausgewichen, welches mich sicher nach Hause fährt.

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