Montag, 19. November 2007

Montag, 19. November 2007

Lang (lang) geschlafen, nicht wirklich geholfen. Hätte doch um halb 8 aufstehen sollen! Mittags die Wäsche abgeholt, die Laundry-crew war sichtbar verwirrt und benötigte lange, um meine Kleidungsstücke wiederzufinden. “Tehrhausa?”
Anschliessend Essen gekauft und neue Waffen gegen Mr. Roach. Die mit heissem Wasser aufzubrühenden Nudeln schmecken nicht wirklich, dafür aber der ‘Beijing 2008 Yoghurt’ um so mehr und die dänischen Pastries mit einer lila Sesampaste auch.
Gegen Nachmittag einen Grossteil der Fallen eingesammelt, wobei sich eine deutliche Präferenz für das Badezimmer und Teil der Küche und des Wohnzimmers herausstellte. Die neuen Baitstations werden laut Anweisung des Extension Entormologists ordnungsgemäß positioniert – jetzt gilt es, abzuwarten.
Cao Meng ruft gegen 18:30 an, er sei verspätet, und hatte nicht rechtzeitig sein Prepaid aufgeladen. Das könnte der Grund sein, weswegen er nicht wie verabredet um 18:00 da war. Zusammen gehen wir im kleinen Szechuan Restaurant gleich um die Ecke essen, und wiederum gefällt es mir ganz gut da. Ich werde wohl öfters da hingehen, und die knapp 3 Euro, die Cao für uns beide zusammen bezahlt, sind auch nicht die Welt. Im Studio warten Herr Wang und Frau Yang auf uns, und es ist mir immer noch nicht klar, ob die beiden noch verheiratet sind, oder nicht. Wir wundern uns gemeinsam über die Desorganisation der Universität, und ein Telefonat mit Terence klärt einiges: da ich Mittwoch unterrichten werde, hat die Uni mit den Studenten und Profs ein Meeting organisiert morgen, Dienstagabend. Somit kann mir noch rechtzeitig erzählt werden, wann und was ich tun soll! Ich beschliesse, mich zu entspannen und abzuwarten, und wir hören uns gemeinsam Aufnahmen von Cao Meng an, die allesamt nicht so gut klingen. Aber höflicherweise formulieren Herr Wang und ich nette Ratschläge, die Cao aber anscheinend nicht wardiert, denn er verteidigt munter seine Standpunkte. Herr Wang lässt Frau Yang zurück und Cao geht nach Hause. Wang fährt mich noch zur Zeng Guang Lu und setzt mich vor der Tür ab.
In der Wohnung stelle ich fest, dass schon einige Roaches krabbelnd auf dem Boden am Sterben sind – das ging schneller, als erwartet. Hoffentlich sind sie noch artig ins Nest zurückgelaufen und haben dort das Gift verbreitet.
Der WiFi-Moment dauert großzügig lange, aber eine freundschaftliche e-mail wird nicht mehr verschickt. Als ich schlafen gehe, fangen die Bauarbeiter wieder das Zementbohren an.

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